| Ein windiges Vorhaben... |
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| Geschrieben von: Barbara Kaulen |
| Freitag, 28. Mai 2010 um 21:53 |
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...wurde auf der letzten Ortsbeiratssitzung am 20.05.2010 in Kallinchen vorgestellt. Unter TOP 8 war die "Vorstellung eines potenziellen Windparkvorhabens auf den Forstflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Wünsdorf" vorgesehen. Auf Grund der Anwesenheit der Gäste, der Ortsbeiräte von Schöneiche und Wünsdorf und interessierten Bürger (ich habe insgesamt 27 gezählt), hat der vollzählig anwesende Ortsbeirat einstimmig beschlossen, diesen TOP auf Punkt 5 vorzuverlegen. An dem Projekt sind beteiligt:
Eine Mitarbeiterin der Firma Ökotec stellte das Projekt vor. Im Wald zwischen Zossen, Schöneiche, Kallinchen, Töpchin und Wünsdorf sollen bis zu 34 Windkraftanlagen (WKA) des Typus Enercon E-101 mit einer Gesamthöhe von 185 m aufgestellt werden. Zum Vergleich: die bestehenden WKA bei Zossen sind ca. 135 m hoch. Der Regionalplan 2020 des Landes Brandenburg, der sich noch in der Entwicklung befindet, weist u.a. die Gebiete östlich von Wünsdorf als Windeignungsgebiet aus. Man wolle darauf achten, dass ausreichende Abstände zu Ortschaften eingehalten und auch keine ökologischen Freiflächen belegt werden. Das Naturschutzgebiet Jägersberg-Schirknitzberg als westliche Begrenzung des prospektierten Geländes sei natürlich von der Beplanung ausgenommen. Bei einer Vorbesichtigung habe man artenarme Kiefernforstflächen, keine schutzwürdigen Fledermausvorkommen sowie keine empfindlichen Vogelvorkommen feststellen können. Der Schalldruckpegel soll 107 dBA betragen, an den Immissionspunkten (1.000 m von der letzten Bebauung) soll der Schall knapp unter den Richtwerten von 40 - 45 dBA liegen. Der sichtbare Schatten liegt bei diesen Anlagen bei ca. 2.000 m. Auf Grund der Höhe müssen die WKA natürlich markiert und nachts durch ein synchonisches Blinken beleuchtet werden. Es wurde eine radargestützte Technologie in Aussicht gestellt, wonach die Beleuchtung in Abhängigkeit von anfliegenden Flugzeugen einschaltet. Dieses Verfahren ist allerdings noch in der Entwicklung. Die Flächen, die für die Errichtung gerodet werden müssen (ca. 2.000 - 3.000 m²) pro WKA, sollen neben zusätzlichen Ausgleichsmaßnahmen natürlich woanders wieder aufgeforstet werden. Die Prognose (laut Ökotec) ergibt: Das Vorhaben ist zulässig. Der Realisationszeitraum wird ca. 3-4 Jahre betragen:
Die (referierten) Vorteile: Das Geld soll in den betroffenen Ortschaften bleiben (100% Es wurde nicht unerwähnt gelassen, dass bei erfolgreicher Durchführung des Projektes die beteiligten Firmen möglicherweise die betroffenen Ortschaften mit Spenden unterstützen werden. Jedenfalls war die Planungsfirma guter Hoffnung, die Das Projekt wird in den beiden nächsten Ortsbeiratssitzungen in Schöneiche und Wünsdorf nochmals vorgestellt, bevor es den Stadtverordneten zur Entscheidung vorgelegt wird. Interessierte Bürger sollten also daran teilnehmen, um Fragen oder vielleicht auch Bedenken zu äußern.
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