| Gewerbeansiedlung kann man nicht erzwingen...... |
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| Geschrieben von: Thomas Böhm |
| Freitag, 23. Januar 2009 um 12:23 |
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Gewerbeansiedlung kann man nicht erzwingen Der nun schon mehrere Monate andauernde "Kampf" KAUFLAND : JA oder NEIN ist eigentlich von Seiten der LINKEN, Um was geht es? : Mit KAUFLAND will sich, zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger der Region - hauptsächlich für die Älteren und die "Unmobilen", ein Investor in Zossen engagieren. Vielleicht liegt es an den Eigentümern, denen das in Frage kommende Areal an der Stubenrauchstrasse gehört, warum so vehement gegen dieses Bauvorhaben gearbeitet wird. Alle Bekundungen, man wolle die Gewerbetreibenden in der Zossener Innenstadt schützen, sind zwar lieb gemeint, aber genauso aus marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten völlig daneben.Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und da hat sich die Politik, so weit wie nur möglich, völlig herauszuhalten. Es gibt genügend Regulierungs- und Einspruchsmöglichkeiten, wenn der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden muss, für dieses Bauvorhaben. In dieser Phase kann jeder Gewerbetreibende aus Zossen seine Einwände und Bedenken zu Papier bringen und diese werden dann auch bei der endgültigen Entscheidung ihre Berücksichtigung finden, wenn dies gesetzlich möglich ist. Alles andere ist reine Polemik und Blockade. Die Forderung von Herrn Grebe (SPD), einen Fragebogen zu entwickeln, in dem die Gewerbetreibenden aufgefordert werden, ihre Meinung durch Kreuzchen kund zu tun, ob KAUFLAND nun kommen soll oder nicht, zeigt schon die "Ernsthaftigkeit" mit der die SPD an die Sache herangeht. Wie wäre es mit der Beantwortung der Frage: "Herr Grebe, möchten Sie jeden Tag zwei Tritte in den Hintern haben?" Ich glaube mit Sicherheit, Ihre Antwort zu kennen: "Nein danke!" So würden dann natürlich auch die Antworten der Gewerbetreibenden aussehen. Auch die Verwechslung von Herrn Perry, einem der größten Gewerbetreibenden aus der "bedrohten" Innenstadt, mit einem Vertreter von Kaufland, ist für Herrn Grebe(SPD) bezeichnend, wie sehr er doch mit den Leuten gesprochen hat. Herr Perry(Marke D im EKZ) ist übrigens PRO Kaufland (Anm.d.R.) Wirklich bedroht ist in der Zossener Innenstadt, durch eine mögliche Ansiedlung von Kaufland, der Leerstand. Es wird sicher im Dunstkreis dieses "Großen" kleinere Unternehmen ermutigen, einen der vielen kleinen Läden anzumieten, um Handel oder Dienstleistung anzubieten. Jeder BWL Student lernt, dass es ein unternehmerisches Risiko gibt und ich als Gewerbetreibender es selbst in der Hand habe, den Konkurrenzkampf anzunehmen, oder die Segel zu streichen. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich die gewerblichen Nischen zu suchen, die eben NICHT von Kaufland abgedeckt werden und derer gibt es mit Sicherheit viele! Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass SPD und LINKE schon darauf achten werden, dass keine Konkurrenz "ins Städtchen" kommt. Womit wir wieder bei alten DDR Zeiten wären. Die Partei(en) (ExLINKE) bestimmt das Versorgungsangebot der Bevölkerung! Man versuchte, von Seiten der SPD, Linken und VUB möglichst lange die Entscheidung für diesen ersten Schritt hinaus zögern und hoffte wohl, dass der Investor dann von diesem Vorhaben zurücktritt und alles so bleibt, wie es zur Zeit eben ist. Die Ruinen vom alten Stahlwerk würden erhalten bleiben ( vielleicht bindet Herr Preuss und die Linken diese ja dann in ein Stadtentwicklungskonzept mit ein, als touristisch, wichtige Industriedenkmäler aus DDR Vergangenheit, oder es gibt noch ein Gesetz, welches den Eigentümer verpflichtet, diese Bauten originalgetreu wieder aufzubauen. Herr Preuss kann da sicher in der Familie, zwecks Denkmalschutz, mal nachfragen!) Der Leerstand der Geschäfte in der Innenstadt würde erhalten bleiben — nein er würde sich noch vergrößern, da noch mehr Kaufkraft aus Zossen abfließen wird. Davon ist auch der Eigentümer des Areals an der Stubenrauchstrasse betroffen, der mehrere Ladengeschäfte in der Innenstadt besitzt, die auf Mieter warten. Dies ist eigentlich ein weiterer Beweis dafür, dass hier ein betriebswirtschaftliches Risiko eingegangen wird, zum Wohle und zur positiven Entwicklung der Stadt . Wir würden die Möglichkeit haben, bei einem Wettbewerb " Deutschlands schönste Geisterinnenstadt " den 1. Platz zu belegen. Noch ein 1. Platz für TF - Herr Giesecke würde sich sicher freuen, wieder stolz einen Preis überreicht zu bekommen. Auch am Verkehrskonzept würde sich absolut nichts ändern. Es wird an den Knotenpunkten und dem, noch zusätzlich neu geschaffenen "Stauwerk" Tunnel nach Nächst Neuendorf, weiter gehupt, geschimpft und die Umwelt verpestet. Zu hohe LKW`s werden in regelmäßigen Abständen durch Verkeilen an der Tunneldecke für stundenlange Megastaus sorgen und sind es nicht die Autos, dann wird es das Wetter sein, denn Überflutungen werden auch ihren Beitrag zum absoluten Stillstand leisten. Man kann nur hoffen, dass dann nicht in Nächst Neuendorf ein akuter, medizinischer Notfall eintritt und der Notarzt wertvolle Zeit vergeudet, um einen Umweg über Dabendorf oder Mellensee zu fahren. Auch Feuerwehreinsätze hätten dann zu weite Anfahrwege. Wo die Stadt bei dieser Tunnelvariante das Geld hernehmen soll, um eine völlig neue Zuwegung zur Bahnhofseite Richtung Dresden und Draisinenbahn zu bauen, sagen die Damen und Herren auch nicht, denn die jetzige Straße fällt bei der Tunnelvariante ja weg. Dies sind nur die wichtigsten, negativen Auswirkungen, die eine Versagung der Baugenehmigung für KAUFLAND mit sich bringen würde. Jedem Bürger, der auch nur ein bisschen wirtschaftlichen Sachverstand hat, ist bewusst, dass man kein Gewerbe zwingen kann, nach Zossen zu kommen, um uns als Bürger zu erfreuen! Nun – welche Vorteile hätte ein KAUFLAND für Zossen und seine Gemeindeteile und das Umland? Ein Kaufhaus dieser Größenordnung benötigt Arbeitskräfte. Von der Putzfrau bis zum Manager ist so ziemlich alles gefragt. Sicher wird dadurch der eine oder andere Arbeitslose aus Zossen wieder in der Lage sein, Hartz IV zu entrinnen und wieder für sich selbst und seine Familie zu sorgen. Auch die angegliederten Geschäfte werden Arbeitskräfte benötigen. Schon dieser Umstand allein würde einige Tausend Euro an Steuermitteln in die Stadtkasse spülen. Viele Einkaufscenter haben es nachhaltig bewiesen: Ist erst einmal ein "Großer" ansässig geworden, folgen mehrere, mittlere und kleine Unternehmen, die quasi im Schutze dieses "Hauptankers" ebenfalls in Zossen "andocken" Durch einen möglichen Bau von Kaufland würde auch eine Verlegung der Bahnquerung Zossen / Nächst Neuendorf hin zu Kaufland Sinn machen. In den ersten vorliegenden Zeichnungen haben sich Investor und die Stadt auf die größt mögliche Breite von Strassen und Brücken geeinigt, um einen reibungslosen Verkehrsfluss (Kreisverkehr) zu ermöglichen. Die Bahnquerung dort wäre dann eine Brückenvariante, durch die die möglichen Nachteile der Tunnellösung hinfällig würden. Sehr wahrscheinlich würde sich auch durch diverse straßenbauliche Maßnahmen der Eigenanteil der Stadt an den Baukosten für die Bahnquerung verringern. Es entfielen auch die Kosten für eine neue Zuwegung zur Draisinenbahn, die ja die Stadt total allein finanzieren müßte. Diese Verlegung hätte weiter den Vorteil, man würde für das Park & ride System benötigten Parkraum quasi "geschenkt bekommen denn am jetzigen Bahnübergang wäre auf beiden Seiten ein erheblicher Platzgewinn für Parkplätze. Da die Vorkehrungen für den Fußgängertunnel bereits mit eingebaut wurden, wäre auch die Zuwegung zum Bahnhof in Richtung Berlin bestens gelöst. Mit Sicherheit würde der Standort Kaufland in Zossen die Menschen aus den Regionen Baruth und Sperenberg eher dazu veranlassen, doch mal in Zossen einzukaufen, was sicher auch die Innenstadtgeschäfte beleben würde. Selbst ältere und nicht motorisierte Menschen könnten ziemlich problemlos von Baruth, Neuhof und Wünsdorf nach Zossen mit der Bahn fahren, um dort ihre Einkäufe zu tätigen. All diese Vorteile rechtfertigen schon eine Aufstellung eine Bebauungsplans, um den Weg für ein öffentliches Verfahren zu ebnen, den Rest regeln dann Eigentümer, Investor, Stadt und Gewerbetreibende allein — zu unser aller Wohl und Verbesserung der Wohnqualität.
"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!" sagt ein schönes Sprichwort — Wir sollten es für die Zukunft von Zossen wagen! . Thomas Böhm, Plan B |
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