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Eine unrepräsentative Umfrage, mit bereits bekannten Ergebnissen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Böhm   
Mittwoch, 14. Juli 2010 um 15:13
Es war wieder einer der Sauna Tage und wahrscheinlich nicht der geeignete Zeitpunkt, um Umfrageergebnisse „unter das Volk“ zu bringen. Die Initiatoren der groß angekündigten Innenstadtbefragung hatten zur Vorstellung der Ergebnisse ins E-Werk am Notte Kanal in Zossen gebeten.  Ganze 18 Personen verloren sich in dem großen Saal des E-Werkes, als einer der Initiatoren der Umfrage, Carsten Preuß, mit einer Power Point Vorstellung die Ergebnisse zusammen fasste.Bürger sind ja eigentlich alle gewesen, aus der Groß Gemeinde, aber „richtige normale Bürger“ waren Personen mit Seltenheitswert. Stadtverordnete, Presse, Initiatoren, Bürgermeisterin, Kreistagvorsitzender stellen mit 11 das Gros der Anwesenden.

 

Neue verwertbare Ergebnisse hat diese Umfrage eigentlich nicht ergeben, sieht man mal davon ab, dass es sich eigentlich dabei um der Fortführung der Verhinderung von Kaufland in der Stubenrauchstraße durch die Fraktion SPD/Linke/ VuB geht. Welcher Gewerbetreibende wird mit JA stimmen, wenn er gefragt wird, ob er dafür ist, dass im direkten Umfeld ein Mitbewerber seines Warenangebotes seine Pforten öffnet? Der daraus gedeutete Trend, man brauche und wolle Kaufland in Zossen nicht in ablehnender Haltung von 89%  der Befragten (bei 45 Teilnehmern der Bürger) stimmt vorn und hinten nicht.

 Befragt wurden nur die Gewerbetreibenden der Baruther und Berliner Str. und des Marktplatzes. Da die Großgemeinde Zossen aber knapp 18.000 Einwohner hat, wäre eine Umfrage im GESAMTEN Gebiet sicher aufschlussreicher, aber davor schreckt man sicher in der Großfraktion zurück, weil man das Ergebnis bereits kennt: Ein eindeutiges JA zu Kaufland in Zossen.

Wie viele tausende von Kilometer würden eingespart werden, wenn unsere Bürgerinnen und Bürger nicht die 10 – 30 km zum Südring Center mehr fahren bräuchten, um ihre Großeinkäufe zu tätigen. Somit hat diese Standortfrage auch etwas mit Klimaschutz zu tun. Heuchlerisch empfand ich das Verhalten des neuen Kreistagvorsitzenden Christoph Schulze, der in dieser Gemeinde lebt und dennoch eine negative Haltung zu dem Projekt hat. War er es doch, der eigens eine Buslinie von Zossen nach Rangsdorf auf die Beine stellte, damit auch nicht motorisierte Menschen aus der Großgemeinde in den Genuss eines großen Warenangebotes kommen und diese Gelder damit nicht in Zossen verbleiben. Er müsste doch in vorderster Linie stehen, um den Wirtschaftsstandort Zossen zu stärken.

Seinen Ausführungen, andere Städte seien wirtschaftlich an Zossen vorbeigezogen, mag ja in seiner subjektiven Betrachtung liegen, Fakt ist, Zossen ist Mittelzentrum und nicht Blankenfelde, nicht Baruth. Dies scheint der SPD Politiker zu vergessen. Bei der Ortsumfahrung Dabendorf argumentieren die gleichen Leute Preuß, Wanke und Schulze die „weiten Wege“ , um mit dem Auto von einer Seite der Gleise auf die andere zu kommen, wobei es sich, im Vergleich zu Einkaufen bei einem großen Anbieter, dann um „Kurzstrecken" handeln würde.

 Es konnte von den Initiatoren nicht klar belegt werden, welche neuen Schritte ergriffen werden müssten, um die Innenstadt zu beleben. Ein City Managment wurde schon von den Befragten mehrheitlich abgelehnt, teils aus Zeit- teils aus Desinteresse.

 Die angeführten Aussagen der Beteiligten zur Innenstadt sind bereits, auch bei der Stadtverwaltung, da insbesondere bei der Wirtschaftsförderung, hinlänglich bekannt und mit der Suche nach einem großen Anker war die Stadt bereits mit der Drogeriekette Rossmann einig, aber die untere Denkmalschutzbehörde in Luckenwalde hatte seine Bedenken und somit ist diesbezüglich noch alles in der Schwebe.

Sollten, zum Beispiel, doch mehrere leer stehende Objekte „belebt“ werden, wo sollen dann die Kunden davon parken? Hier stemmen sich die Preuß`s und Co. aus der Großfraktion dagegen, den Bau von Parkplätzen zwischen Kirchstr. Und EKZ zuzustimmen. Herr Preuß jedenfalls hat, nach mehrmaligen Nachfragen, zugegeben, dass er selbst das "Projekt Kaufland" ablehnt und somit verhindern will. So sieht also die Vision, aus Sicht der Großfraktion SPD LINKE & VuB,  für die Zukunft Zossens aus. Kein Kaufland – aber auch keine ansiedlungswillige Gewerbetreibende im Sanierungsgebiet, außer es werden wieder, unter der Regie einer rot roten Landesregierung und dann eines Herrn Preuß, die Immobilien verstaatlicht und ein „gehobenes Warenangebot“, subventioniert durch die „Reichen“, sprich freien Gewerbetreibenden, die dies dann finanzieren müssten.

Zossen würden, mit diesem Mann als Bürgermeister, düstere Zeiten bevorstehen. Möge dieser Kelch an den fast 18000 Menschen dieser, unserer Großgemeinde Zossen vorbeiziehen!

Thomas Böhm  

 

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