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Windkraftanlagen im Wald? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Barbara Kaulen   
Mittwoch, 16. Juni 2010 um 11:01

Im April 2010 haben der Naturschutzbund (NABU) Landesverband Brandenburg und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein gemeinsames Windkraft-Positionspapier verabschiedet und veröffentlicht, wonach die Errichtung von Windkraftanlagen in naturschutzrechtlich geschützten Gebieten inklusive Pufferzonen sowie in Wäldern und Forsten ausdrücklich abgelehnt wird.

 

Der Märkischen Allgemeinen Zeitung von heute konnte man auch ein diesbezügliches Statement des 1. Stellvertreters des Regionalvorstandes der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming, Herrn Peer Giesecke, entnehmen. Er spricht sich gegen Windkraftanlagen in Wäldern aus, da allein schon wegen der erforderlichen Wege 2 bis 3 Hektar Wald pro WKA vernichtet würden. "Dies sei unverantwortlich". Man darf gespannt sein, wie nachhaltig er diese Meinung in der derzeit stattfindenden Diskussion um die Planung eines potenziellen Windparkes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Wünsdorf weiterhin vertreten wird. Dies nicht nur als Mitglied der die Windeignungsgebiete ausweisenden Planungsgemeinschaft, sondern auch als Landrat des Kreises Teltow-Fläming und Bürger der Groß Gemeinde Zossen.

In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass der Truppenübungsplatz Wünsdorf noch nicht als Windeignungsgebiet ausgewiesen ist, sondern lediglich als Suchraum. Sollte dieser Bereich im Regionalplan 2020 nicht als Windeignungsgebiet ausgewiesen werden, könnten die Planungsbeteiligten das Pferd sozusagen von hinten aufzäumen. Wenn die Gemeindevertretung überzeugt werden kann, mehrheitlich für die Errichtung eines Windparkes zu stimmen, kann das betreffende Gebiet nachträglich als Gebiet für Windkraftnutzung im Regionalplan ausgewiesen werden. So geschehen Anfang des Jahres in Bestensee.

Bezüglich der Waldvernichtung darf man nicht außer acht lassen, dass nicht nur Wald für die Zuwegungen (mit Kurven), die die Größe und Tonnenbelastung eines Kranes aushalten müssen, sondern (vorübergehend?) Wald für die Kranstellflächen gerodet werden muss.

Am Donnerstag, den 17.06.2010 um 19.00 Uhr findet im Bürgerhaus in Wünsdorf die Ortsbeiratssitzung statt, auf der die Firma Ökotec nochmals das geplante Vorhaben vorstellt. Alle interessierten Bürger können daran teilnehmen und Fragen stellen, sofern sie welche haben.

 

 

 

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